Vom großen Glück …
In der Tiefgarage stelle ich mein Auto gerne in die Parkbucht
mit der Nummer 13. Seit vielen Jahren teile ich meine
Wohnung mit einem schwarzen Kater, der des Öfteren
meinen Weg kreuzt. Von rechts, versteht sich. Und vor
Kurzem habe ich einen Spiegel zerbrochen. Glaubte ich all
den Geschichten, die sich um diese Zeichen des Unglücks
ranken, ich müsste als Pechvogel durch die Gegend flattern.
Doch ich habe das Gefühl, ein Glückskind zu sein.
Glück oder Pech zu haben – das liegt im Auge des Betrachters.
Und manchmal einfach auch am Leben selbst. Im Interview
auf Seite 6 können Sie lesen, wie zum Beispiel Baden-
Württembergs frisch ernannter Landtagspräsident Guido
Wolf oder der Reporter und Reiseschriftsteller Andreas Altmann
damit umgehen. Und falls Sie dem Unglück zielsicher
aus dem Weg gehen wollen, blättern Sie schnell weiter auf
Seite 18 zu unserer Übersicht über die Tage des Übels.
Vielleicht werfen Sie sich aber auch ganz mutig mitten
hinein ins Leben, in dem nicht immer alles so läuft, wie man
es erwartet.
Und ist es nicht so: Die Würze des Glücks kann
man offenbar nur dann besonders gut schmecken, wenn
man vorher auch mal schlecht gegessen hat.
Ein paar Glücksmomente wollen wir dann aber doch mitIhnen
teilen.
Auf Seite 60 zum Beispiel oder im Journal, in dem Sie
vielleicht sogar eine Kleinigkeit für sich, Ihre Familie oder
Freunde finden (Seite 84). Zu Weihnachten oder
einfach mal so, mitten im neuen Jahr.
Egal, ob Sie 2012 nun vom Erfolg verwöhnt
werden oder in die Klemme geraten – wir von
artur. bleiben Ihnen treu. Und Sie uns hoffentlich
auch.
Ihre

Karin Kontny
Chefredaktion